Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Waging a. See

 

 

Kürzel d.V.: Kgl. priv. FSG Waging a. See

Vereinsziel: Erhaltung der Tradition des Schießsportes und des Vereinslebens

Vorsitzende: 1. Schützenmeisterin Rosmarie Mader,

Vereinsgeschichte in Kurzfassung:

1491: Wird durch den Fürstbischof Friedrich Graf von Schaumburg erstmals eine Schützenkompanie bestätigt. Waging wird nunmehr zu den Wehrpflichtigen Märkten im Fürstbistum Salzburg gezählt.

1633: Mussten im Pfleggewicht Tettelham mit Waging 150 Feuerschützen einrücken.

1702: werden erstmals die beiden Kommandanten der Feuerschützen, Matthias Prader aus Waging und Martin Angerpointner an der Mill zu Taching genannt.

1801: Schützenmeister Josef Irsinger bereitet für seinen Nachfolger eine Ausgabenabrechnung der Jahre 1801 – 1809 vor. Vom 12. Juni 1802 wird eine seidengestickte Fahne abgerechnet ( Ist zur Zeit in der Burg Tittmoning ausgestellt). Außerdem stellt Josef Irsinger den Feuerschützen ein Grundstück zur Verfügung:

1810: Kommt Waging zum Königreich Bayern ( Der letzte Salzburger Landesherr war Erzbischof Hieronymus von Colloredo).

1860: Wird vom königlichen Amtsgericht Laufen für Waging der Kommissar Schrettinger eingesetzt.

1868: Am 25. August wurde von König Ludwig II von Bayern eine neue Schützenordnung eingeführt. Alle Schützengesellschaften, welche die neuen Statuten annahmen, durften fortan den Titel „ Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft“ tragen und erhielten damit die Rechte einer Corporation. Diese Gesellschaften besitzen die Rechtspersönlichkeit mit allen Rechten und Pflichten wie ein heute eingetragener Verein „ e.V . Zur Aufsicht wurde das bayrische Innenministerium als übergeordnete Behörde beauftragt.

1871: Wurde der königliche Oberförster Schenk aus Teisendorf als Schützenkommissar bestellt.

1874/75: Lässt sich in Waging die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft nachweisen.

1884: Diese Zimmerstutzen- Schützengesellschaft hat bereits 34 zahlende und 12 Ehrenmitglieder. Geschossen wurde im Gasthof „ Zum Tragerlwirth“ in Waging am Marktplatz.

1897: Errichtete Schützenmeister Karl Hümmer ein neues Schützenhaus. Die Außenanlagen wurden mit Zielerhütten und Kugelfang erneuert.

1906: Gewährte der Postbräu Josef Murr der Schützengesellschaft ein Darlehen von 100 Goldmark, welches bis 1920 zurück gezahlt wurde.

1914/18: Kam das sportliche Leben der Schützengesellschaft zum erliegen.

1919: wurde mit dem Schießen wieder begonnen.

1920-24: Das Bankguthaben der Schützengesellschaft 14800 Mark ist bei der Inflation untergegangen.

1932: Zwischenzeitlich war die Schützengesellschaft ins Lokal „ Metzgerwirt“ umgezogen.

1934: Endeten die Aufzeichnungen der Feuerschützengesellschaft mit dem Abschluss des Kassenbuches. In einer Versammlung lehnten die anwesenden 19 Mietglieder die Auflösung der Schützengesellschaft mangels Beteiligung an den Schießabenden einstimmig ab. Die Versammlung beschloss das Schießlokal in den Gasthof „ Schwemmbräu “ zu verlegen.

1937: In dieser Versammlung ging es nochmals um die Auflösung der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft. Einstimmig waren die Anwesenden wieder gegen die Auflösung. Bereits in der Vorkriegszeit musste sich die Zimmerstutzen- Schützengesellschaft Waging der sportlichen Bevormundung und dem politischen Druck beugen und stellte deshalb den sportlichen Schießbetrieb ein.

1955: Am 18. Januar trafen sich 20 Interessenten zur Wiedergründung der Schützengesellschaft im Waginger Hof. Hans Epple, der zweite Schützenmeister von 1935 wurde zum neuen Schützenmeister gewählt.

1960: Von der Brauerei Stein wurde die Schützenkönigskette gestiftet.

1962: Im Herbst zog die Schützengesellschaft in den Neubau der Familie Wölkhammer an der Haslacher Straße um. Die Waginger Schützenmannschaft beteiligte sich bereits an den Rundenwettkämpfen im Rupertigau.

1963: In der Herbstversammlung wurden Hans Epple und Ludwig Aichhammer als erster und zweiter Schützenmeister im Amt bestätigt. In dieser Versammlung wurde der alte Name „ königlich privilegierten Feuerschützen-Gesellschaft Waging a. See“ wieder angenommen.

1966: Erster Schützenmeister Hans Epple tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bei den Neuwahlen wurden Ludwig Aichhammer und Franz Murr zum ersten und zweiten Schützenmeister einstimmig gewählt.

1967: In einer Außerordentlichen Versammlung wurde die nach dem Kriege wieder gegründete Schützengesellschaft aufgelöst. Schriftführer Ludwig Murr hatte durch beharrliches verhandeln mit dem bayrischen Staatsministerium des Innern den Weg für die neue/alte „königlich privilegierte Schützengesellschaft“ geebnet.

1968: Im November zog die FSG Waging ins Rupertistüberl um. Das Obergeschoß mit Aufenthaltsraum und neuen elektrischen Schießständen wurde ausgebaut.

1974: War die Gründung der Abteilung Böllerschützen in der FSG Waging. Angetrieben von Willi Stark und Wastl Fußeder wurde dies auch umgesetzt. Nach dem ersten Schießen meldeten sich schon 30 Interessenten.

1980: Die Gemeindemeisterschaften werden jedes Jahr von der FSG Waging ausgerichtet. Außerdem wird während der Sommerpause ein wöchentliches Gästeschießen angeboten.

1987: Nach mehr als 20 Jahren ging die lange Zeit des Schützenmeisteramtes von Ludwig Aichhammer zu Ende. Das neue Schützenmeisteramt setzte sich wie folgt zusammen: 1. Schützenmeister Leonhard Mader, 2. Schützenmeister Hans Kronbichler, Schatzmeister Hans Helminger, Schriftführerin Gabi Neumann, Schützenkommissar Alois Heigermoser(1. Bürgermeister)

1990: Wurde ein Antrag an die Marktgemeinde Waging a. See gestellt das Obergeschoß des alten Feuerwehrhauses als Schützenlokal umzubauen. Dieser wurde genehmigt.

1992: Der Umbau wurde mit viel Eigenleistung für 10 Schießstände Luftgewehr 10 Meter oder 5 Stände Zimmerstutzen 15 Meter in Betrieb genommen.

2014: Das 40 Jährige Jubiläum der Böllerschützen, unter dem Schussmeister Sebastian Knittler wurde gebührend gefeiert.